7. Nicht jedes Kurkuma-Produkt ist gleich
Ein wichtiger Punkt wird bei einfachen Rezepten oft übersehen: Kurkuma als Gewürz ist nicht dasselbe wie ein hochkonzentriertes Curcumin-Präparat.
Nahrungsergänzungsmittel können deutlich höhere Mengen enthalten und teilweise mit Stoffen wie Piperin kombiniert werden, um die Aufnahme von Curcumin zu erhöhen. Gerade bei diesen hoch bioverfügbaren Produkten wurden auch Fälle von Leberschäden beschrieben.
Das bedeutet nicht, dass ein normales Gewürzgetränk automatisch gefährlich ist. Es zeigt aber, warum hohe Dosierungen und Nahrungsergänzungsmittel anders bewertet werden müssen als die übliche Verwendung von Kurkuma in Lebensmitteln.
Gibt es Nebenwirkungen?
Auch natürliche Produkte sind grundsätzlich nicht frei von Nebenwirkungen. Oral eingenommenes Kurkuma kann unter anderem Magenbeschwerden, Übelkeit, Durchfall, Verstopfung oder Sodbrennen verursachen. Bei bestimmten hoch bioverfügbaren Curcumin-Produkten wurden außerdem Leberschäden beobachtet.
Wer Medikamente einnimmt, sollte außerdem einen ärztlichen Rat einholen, bevor er pflanzliche Präparate in regelmäßigen größeren Mengen verwendet, da Wechselwirkungen möglich sind.
Fazit: Kurkuma-Wasser kann eine einfache Routine sein – aber kein Wundermittel
Ein Glas Wasser mit etwas Kurkuma kann eine angenehme Möglichkeit sein, das Gewürz in den Alltag einzubauen. Kurkuma und insbesondere Curcumin werden außerdem intensiv wissenschaftlich untersucht.
Die bisherige Forschung rechtfertigt jedoch keine pauschalen Versprechen wie „entgiftet den Körper“, „verbrennt Fett“ oder „heilt Entzündungen“. Für einige Anwendungsbereiche gibt es interessante erste Ergebnisse, doch die wissenschaftlichen Beweise sind je nach Fragestellung sehr unterschiedlich.
Wer Kurkuma als Gewürz mag, kann es durchaus in eine ausgewogene Ernährung integrieren. Als Ersatz für eine medizinisch notwendige Behandlung sollte Kurkuma-Wasser jedoch nicht berücksichtigt werden.
