Ich griff zum Handy, tippte mit zitternden Fingern: “kleine braune Eier im Bett”. Sofort erschienen Bilder – und ja, genau das sah ich auch in meinem Bett. Baumwanzeneier. Ich stockte. Die Schockwelle, die mich durchfuhr, war kaum in Worte zu fassen.
Ich fing an zu schwitzen. Und das nicht vor Hitze. Ich fühlte mich schmutzig, eklig, beschämt. Dabei bin ich ein ordentlicher Mensch. Ich wische regelmäßig, wasche meine Bettwäsche jede Woche, lasse keine Essensreste rumliegen. Wie konnten diese Biester in mein Bett kommen?
Mir fiel nur eine mögliche Erklärung ein: Bruno. Vielleicht hatte er sie vom Parkbesuch mitgebracht. Oder aus dem Garten. Ich erinnerte mich, dass er neulich in einem Laubhaufen geschnüffelt hatte.
Ich rief panisch meine beste Freundin Lisa an. Sie ist eigentlich sehr ruhig, aber als ich ihr erzählte, was ich gefunden hatte, hörte ich, wie sie am anderen Ende scharf die Luft einzog. “Schick mir ein Bild”, sagte sie. Ich tat es. “Oha… das sieht echt nach Wanzen aus.”
