Diese Geste der Erkenntnis ist erstaunlich einfach. Jeder kann sie ausführen, unabhängig von Yoga-Erfahrung. Nehmen Sie zunächst eine bequeme Sitzposition ein. Halten Sie Ihre Wirbelsäule gerade und Ihren Körper entspannt. Sie können im Schneidersitz auf dem Boden oder auf einem Stuhl sitzen, wenn Ihnen das besser passt. Legen Sie Ihre Hände mit den Handflächen nach oben auf Ihre Knie oder Oberschenkel. Diese offene Handhaltung signalisiert Ihre Bereitschaft, Wissen zu empfangen.
Nun zum Wesentlichen: Verbinden Sie sanft die Spitze Ihres Daumens mit der Spitze Ihres Zeigefingers, sodass ein zarter Kreis entsteht. Lassen Sie Ihre anderen drei Finger (Mittel-, Ring- und kleiner Finger) entspannt gestreckt. Experten erklären: „ Der Daumen repräsentiert das universelle Bewusstsein, der Zeigefinger hingegen das individuelle. Beugt sich der Zeigefinger zum Daumen hin, gibt sich das individuelle Bewusstsein dem universellen Bewusstsein hin.“
Atmen, konzentrieren und loslassen
Schließe deine Augen oder richte deinen Blick sanft nach innen. Atme tief und natürlich. Lass dich vom Rhythmus deines Atems in einen Zustand der Ruhe führen. Spüre die sanfte Energie, die durch deine Fingerspitzen fließt. Es gibt keine Eile. Nimm dir Zeit. Versenke dich in die Übung. Beobachte, was geschieht. Die ersten Male mag es sich ungewohnt anfühlen. Du fragst dich vielleicht, ob du es „richtig machst“. Das ist normal. Mach weiter. Für den größten Nutzen empfehlen viele Praktizierende, diese Meditation in den frühen Morgenstunden (4–6 Uhr) durchzuführen, obwohl sie jederzeit praktiziert werden kann. Beginne mit 10–12 Minuten täglich und steigere die Dauer allmählich auf 30 Minuten, sobald du dich mit der Übung vertrauter fühlst. Kein Morgenmensch? Kein Problem. Diese Technik funktioniert zu jeder Tageszeit. Wichtig ist die Regelmäßigkeit, nicht der perfekte Zeitpunkt.