Aber was beweisen die Aufnahmen eigentlich?
Und genau da beginnt natürlich die Diskussion.
Die Aufnahmen zeigen jedenfalls eines ganz deutlich: Ein extrem niedriger Wasserstand des Rheins kam auch 1955 vor.
Ob man daraus dann Schlussfolgerungen über den Klimawandel ziehen kann, ist eine ganz andere Frage. Ein einzelnes Ereignis aus einem Jahr erzählt schließlich nicht automatisch die ganze Geschichte über Entwicklungen im Verlauf von Jahrzehnten.
Aber das ist für Anne eigentlich gar nicht ihr wichtigster Punkt.
Sie ärgert sich vor allem über den Ton der aktuellen Debatte.
Ihr zufolge wirkt es manchmal so, als würde jeder warme Tag, jeder trockene Monat oder jeder niedrige Flusspegel sofort als etwas Außergewöhnliches dargestellt.
Und wenn man dann Aufnahmen von vor Jahrzehnten sieht, auf denen etwas Ähnliches geschieht, kann das tatsächlich Fragen aufwerfen.
