Ein Marmorkuchen muss nicht trocken oder langweilig sein. Wenn der helle Teig richtig cremig aufgeschlagen und der Kakaoteig nicht zu lange gerührt wird, entsteht ein Kuchen mit feiner Kruste, weicher Mitte und einer schönen, unregelmäßigen Marmorierung.
Das Rezept ist bewusst unkompliziert gehalten. Die Zutaten stehen in vielen Küchen bereit, der Teig wird in einer Schüssel vorbereitet und die dunkle Hälfte entsteht direkt aus einem Teil des hellen Grundteigs. Der Kuchen sieht nach dem Anschneiden jedes Mal ein wenig anders aus, weil sich die hellen und dunklen Teigstränge nie ganz gleich vermischen.
Besonders gut passt der Kuchen zu Kaffee oder Tee am Nachmittag. Er lässt sich am Vortag backen, bleibt unter einer Kuchenhaube saftig und kann ohne aufwendige Glasur serviert werden. Ein wenig Puderzucker reicht für eine schlichte, schöne Oberfläche.
Grundinformationen
Ergibt: 1 Kuchen in einer Kastenform, etwa 25 cm lang
Vorbereitungszeit: 20 Minuten
Backzeit: 50 bis 55 Minuten
Backofeneinstellung: 175 °C Ober-/Unterhitze oder 160 °C Umluft
Zutaten
200 g weiche Butter
180 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
4 Eier, Größe M
250 g Weizenmehl Type 405
2 TL Backpulver
1 Prise Salz
100 ml Milch
25 g ungesüßtes Kakaopulver
2 EL Milch für den Kakaoteig
Etwas Butter und Mehl für die Form
1 EL Puderzucker zum Bestäuben
Zubereitung
- Den Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Kastenform von etwa 25 cm Länge mit Butter einfetten und mit Mehl ausstäuben. Überschüssiges Mehl ausklopfen, damit später keine dicken weißen Stellen am Kuchenrand bleiben.
- Die weiche Butter mit Zucker und Vanillezucker mindestens drei Minuten cremig rühren. Die Eier einzeln hinzufügen. Erst wenn ein Ei vollständig eingearbeitet ist, das nächste dazugeben. Die Masse soll hell und luftig werden.
- Mehl, Backpulver und Salz in einer zweiten Schüssel vermischen. Die Mischung abwechselnd mit 100 ml Milch kurz unter die Buttermasse rühren. Nur so lange rühren, bis kein trockenes Mehl mehr zu sehen ist. Zu langes Rühren macht den Kuchen unnötig fest.
- Etwa zwei Drittel des hellen Teigs in die vorbereitete Form geben und glatt streichen. Das Kakaopulver mit zwei Esslöffeln Milch verrühren und unter das restliche Drittel Teig heben. Den dunklen Teig in mehreren Streifen auf dem hellen Teig verteilen.
- Eine Gabel oder ein dünnes Holzstäbchen spiralförmig durch beide Teige ziehen. Nicht zu oft rühren, sonst verschwinden die klaren Marmorlinien. Zwei bis drei größere Bewegungen reichen für ein schönes Muster.
- Die Form auf die mittlere Schiene stellen und den Marmorkuchen 50 bis 55 Minuten backen. Nach 50 Minuten eine Stäbchenprobe an der hellen Stelle machen. Bleibt kein flüssiger Teig kleben, ist der Kuchen fertig. Wird die Oberfläche zu dunkel, kann sie locker mit Backpapier abgedeckt werden.
- Den Kuchen zehn Minuten in der Form ruhen lassen. Danach vorsichtig lösen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen. Kurz vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.
Was den Kuchen saftig hält
Butter und Eier sollten Zimmertemperatur haben. Dadurch verbinden sie sich besser und die Masse bleibt beim Aufschlagen luftig. Die Butter darf weich sein, aber nicht geschmolzen. Flüssige Butter kann die Struktur des Teigs verändern und zu einer kompakteren Krume führen.
Beim Einrühren des Mehls ist Zurückhaltung wichtig. Sobald die Zutaten verbunden sind, kann der Teig in die Form. Das Kakaopulver wird mit Milch angerührt, damit der dunkle Teil nicht trocken wird. Mehr Kakao ist nicht automatisch besser, weil er dem Teig Feuchtigkeit entzieht.
Die Marmorierung sollte sichtbar bleiben. Wer den Teig zu stark vermischt, erhält zwar einen gleichmäßigen Kuchen, aber keine schönen hellen und dunklen Bereiche. Eine Gabelbewegung von unten nach oben genügt.
Servieren und Aufbewahren
Den ausgekühlten Kuchen in dicke Scheiben schneiden und mit Kaffee, Tee oder einem Klecks Naturjoghurt servieren. Die feine Kakaonote braucht keine schwere Creme und schmeckt auch pur angenehm ausgewogen.
Unter einer Kuchenhaube bleibt der Marmorkuchen bei Raumtemperatur etwa drei Tage saftig. Einzelne Scheiben können luftdicht verpackt eingefroren werden. Bei Raumtemperatur auftauen lassen und kurz vor dem Servieren mit etwas Puderzucker bestäuben.
