Typische Wintergemüse, die in Kölner Töpfen aufbewahrt wurden, waren Schnittbohnen und Sauerkraut. Im Sommer wurden frische Gemüse geerntet und sorgfältig konserviert. Dies geschah, indem man sie schichtweise in den Kölner Topf legte, abwechselnd mit Salz. Ein Leinentuch, ein Holzbrettchen und ein schwerer Stein wurden verwendet, um das Gemüse unter der Lake zu halten und so Gärung und Verderb zu verhindern. Der Topf wurde an einem kühlen Ort aufgestellt und regelmäßig kontrolliert.
Neben Gemüse wurde auch Fleisch in Kölner Töpfen konserviert. Im November wurde häufig ein Schwein geschlachtet, woraufhin das Fleisch auf die gleiche Weise wie das Gemüse eingelegt wurde. Eier, die im Winter knapp waren, weil Hühner dann weniger legen, wurden im Sommer gekocht, geschält und in Essig in einem Kölner Topf aufbewahrt.
Das Verschwinden und der dekorative Wert
Um die Wende zum 20. Jahrhundert wurden Kölner Töpfe aufgrund des Aufkommens der Wecktechnik immer weniger genutzt. Die deutsche Firma Johann Weck begann um 1900 mit der Massenproduktion von Weckgläsern. Da die Anschaffung von Weckgläsern und einem Weckkessel kostspielig war, stellten die Haushalte erst nach und nach auf diese neue Technik um.
Heute sind Kölner Töpfe weiterhin in Gebrauch zur Aufbewahrung von Butter, Schmalz, Salz, Senf und Soda. Darüber hinaus haben sie eine dekorative Funktion erhalten und sind bei Sammlerinnen und Sammlern beliebt. Selbst der Salztopf aus Großmutters Zeiten hält wieder Einzug in moderne Küchen. Für Liebhaberinnen und Liebhaber dieser historischen Keramikgefäße bietet das Wijhes Museum eine wunderschöne Sammlung zur Besichtigung.
