Ein kleiner Druckpunkt in der Hand wird in der Akupressur traditionell genutzt, um für einen Moment bewusst zur Ruhe zu kommen. Die Anwendung ist unkompliziert: Mit dem Daumen wird sanfter, gleichmäßiger Druck auf einen bestimmten Bereich der Hand ausgeübt. Gerade an stressigen Tagen kann daraus eine kurze Pause entstehen, in der man die Aufmerksamkeit bewusst auf den eigenen Körper und eine ruhige Atmung richtet.
Wichtig ist dabei eine realistische Erwartung: Akupressur kann als entspannende Selbsthilfemaßnahme angenehm sein, ersetzt aber keine medizinische Behandlung. Beschwerden wie starke oder wiederkehrende Kopfschmerzen, Migräne, ausgeprägte Nebenhöhlenschmerzen, anhaltende Magenbeschwerden oder Nackenschmerzen können unterschiedliche Ursachen haben und sollten bei Bedarf ärztlich abgeklärt werden.
Was steckt hinter dem Druckpunkt in der Hand?
Bei der Akupressur werden bestimmte Körperbereiche mit den Fingern gedrückt oder massiert. Anders als bei einer kräftigen Massage geht es dabei nicht darum, möglichst viel Druck auszuüben. Die Berührung sollte kontrolliert und angenehm bleiben.
Die auf der Abbildung gezeigte Anwendung konzentriert sich auf einen Bereich der Handfläche. Der Daumen der anderen Hand wird dort angesetzt und übt für kurze Zeit einen gleichmäßigen Druck aus. Schon die bewusste Beschäftigung mit der Hand kann dabei helfen, für einen Moment aus dem hektischen Alltag auszusteigen.
Die häufig verbreitete Empfehlung, einen solchen Punkt etwa eine Minute zu drücken, sollte jedoch nicht als Garantie für eine bestimmte gesundheitliche Wirkung verstanden werden. Wie angenehm eine solche Anwendung empfunden wird, kann individuell unterschiedlich sein.
So lässt sich der Handbereich sanft drücken
- Eine bequeme Position einnehmen: Setze oder stelle dich so hin, dass Hände und Arme möglichst locker bleiben können.
- Hand entspannen: Öffne die Hand locker und vermeide es, Finger oder Handgelenk unnötig anzuspannen.
- Daumen ansetzen: Lege den Daumen der anderen Hand auf den gewünschten Bereich der Handfläche.
- Sanft drücken: Übe einen gleichmäßigen und gut tolerierbaren Druck aus. Ein stärkerer Druck bedeutet nicht automatisch eine bessere Wirkung.
- Bewusst entspannen: Nutze die kurze Anwendung als Ruhepause und versuche, Schultern, Hände und Arme möglichst locker zu lassen.
Der Druck sollte sich deutlich, aber nicht schmerzhaft anfühlen. Sobald Schmerzen, Taubheitsgefühle oder ein anderes unangenehmes Gefühl auftreten, sollte der Druck reduziert beziehungsweise die Anwendung beendet werden.
