Dieser Apfelkuchen sieht nach viel Arbeit aus – dabei wird der Teig in einer Schüssel gerührt

Es gibt Kuchen, die sofort nach gemütlichem Sonntagnachmittag schmecken. Dieser versunkene Apfelkuchen gehört dazu. Weicher Rührteig, leicht säuerliche Äpfel und eine goldene Oberfläche ergeben genau die Mischung, die man aus deutschen Familienküchen kennt.

Das Rezept wirkt auf dem Tisch aufwendiger, als es tatsächlich ist. Der Teig wird in einer einzigen Schüssel angerührt, die Apfelspalten werden nur eingeritzt und hineingedrückt. Während der Kuchen backt, ziehen Butter, Zimt und Äpfel durch den Teig und verwandeln die Küche in eine kleine Bäckerei.

Besonders schön ist die unregelmäßige Oberfläche: Manche Apfelstücke versinken tief, andere bleiben leicht sichtbar und bekommen goldene Ränder. Dadurch sieht jeder Kuchen ein wenig anders aus und wirkt selbst gebacken – genau so soll ein klassischer Apfelkuchen aussehen.

Grundinformationen

Ergibt: 1 Springform mit 24 cm Durchmesser, etwa 10 bis 12 Stücke

Vorbereitungszeit: 20 Minuten

Backzeit: 45 bis 50 Minuten

Backofeneinstellung: 175 °C Ober-/Unterhitze oder 160 °C Umluft

Zutaten

150 g weiche Butter

140 g Zucker

1 Päckchen Vanillezucker

3 Eier, Größe M

200 g Weizenmehl Type 405

2 TL Backpulver

1 Prise Salz

3 EL Milch

3 mittelgroße Äpfel, etwa 450 g vorbereitet

1 EL Zitronensaft

1 TL gemahlener Zimt

1 EL Zucker für die Äpfel

1 EL gehobelte Mandeln

Etwas Butter und Mehl für die Form

Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung

  1. Den Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Springform mit 24 cm Durchmesser leicht einfetten und mit etwas Mehl ausstäuben. Den Boden kann man zusätzlich mit Backpapier auslegen, damit sich der Kuchen später leichter lösen lässt.
  2. Die Äpfel schälen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Jedes Viertel mehrmals längs einschneiden, ohne es vollständig durchzuschneiden. Die Apfelstücke mit Zitronensaft, Zimt und einem Esslöffel Zucker vermengen. So behalten sie ihre helle Farbe und bekommen bereits vor dem Backen ein feines Aroma.
  3. Die weiche Butter mit Zucker und Vanillezucker drei bis vier Minuten cremig rühren. Die Eier einzeln unterrühren. Erst das nächste Ei dazugeben, wenn das vorherige vollständig eingearbeitet ist. Die Masse darf leicht glänzen und weich wirken.
  4. Mehl, Backpulver und Salz in einer zweiten Schüssel vermischen. Die trockenen Zutaten abwechselnd mit der Milch kurz unter die Butter-Ei-Masse rühren. Nicht länger als nötig rühren, sonst wird der Kuchen kompakt. Der Teig soll dickflüssig vom Löffel fallen.
  5. Den Teig in die vorbereitete Form geben und glatt streichen. Die Apfelviertel mit der eingeschnittenen Seite nach oben leicht in den Teig drücken. Zwischen den Stücken kleine Abstände lassen, damit der Teig beim Aufgehen die Äpfel umschließen kann. Die gehobelten Mandeln darüberstreuen.
  6. Den Kuchen auf der mittleren Schiene 45 bis 50 Minuten backen. Nach etwa 40 Minuten mit einem Holzstäbchen an einer Stelle ohne Apfel prüfen, ob kein flüssiger Teig mehr daran klebt. Wird die Oberfläche zu schnell dunkel, kann die Form locker mit Backpapier abgedeckt werden.
  7. Den fertigen Kuchen zehn Minuten in der Form ruhen lassen. Danach vorsichtig den Rand lösen und den Kuchen auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen. Erst kurz vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.

Was den Kuchen besonders locker macht

Die Butter sollte weich, aber nicht flüssig sein. Nur dann kann sie beim Aufschlagen genügend Luft aufnehmen. Auch die Eier sollten möglichst Zimmertemperatur haben. Sind sie sehr kalt, kann die Masse gerinnen. Das ist kein großes Problem, aber der Teig wird meistens etwas weniger locker.

Für diesen Kuchen eignen sich säuerliche, feste Äpfel wie Elstar, Boskoop oder Jonagold. Sehr weiche Äpfel geben viel Flüssigkeit ab und können die Mitte des Kuchens schwer machen. Die Apfelstücke müssen nicht perfekt gleich aussehen. Gerade die kleinen Unterschiede sorgen für die typische hausgemachte Optik.

Wer keine Mandeln verwenden möchte, lässt sie einfach weg. Die Äpfel und der Zimt reichen für ein schönes Aroma. Eine dünne Schicht Puderzucker genügt; der Kuchen soll nicht überzuckert werden.

Servieren und Aufbewahren

Der Kuchen schmeckt lauwarm oder vollständig ausgekühlt. Besonders gut passt ein Löffel leicht geschlagene Sahne oder Naturjoghurt dazu. Auch am nächsten Tag bleibt der Rührteig saftig.

Unter einer Kuchenhaube hält sich der Apfelkuchen bei Raumtemperatur etwa zwei Tage. Im Kühlschrank kann er bis zu drei Tage aufbewahrt werden, sollte vor dem Servieren aber wieder etwas Temperatur annehmen. Einzelne Stücke lassen sich gut einfrieren und bei Raumtemperatur auftauen.

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