120 Menschen, 40 gehen, 25 kommen Die Antwort ist einfacher, als du zunächst denkst – oder doch nicht?

Rechnung schlicht, die eigene Person mitzuzählen, weil man sich selbst gedanklich nicht als ‘Zahl’ begreift.

 

 

 

Andere Menschen tappen in eine zweite, subtilere Falle: Sie lesen die Reihenfolge ‘gehen’ vor ‘kommen’ und beginnen intuitiv, in der falschen Reihenfolge zu rechnen, etwa erst die 25 hinzuzufügen und dann zu subtrahieren, was zwar mathematisch am Ende dasselbe Ergebnis liefert, beim schnellen Kopfrechnen aber leicht zu Flüchtigkeitsfehlern führt, wenn man sich verzählt oder eine Zahl vertauscht.

 

 

 

Solche Aufgaben werden von Kognitionsforschern gerne genutzt, um zu zeigen, wie leicht unser Gehirn unter Zeitdruck oder bei scheinbar simplen Aufgaben systematische Fehler macht. Der Effekt nennt sich kognitive Verzerrung durch Übersehen des Offensichtlichen: Je einfacher eine Aufgabe wirkt, desto weniger sorgfältig prüfen viele Menschen ihre eigene Antwort, bevor sie sie für richtig erklären.

Die Aufforderung ‘Denken Sie zweimal’ im Bild ist deshalb keine leere Floskel, sondern ein gezielter Hinweis: Wer sich beim ersten Lesen sicher ist,

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