Kein Brot im Haus? Diese Joghurtfladen sind in 15 Minuten fertig und bleiben herrlich weich

Wenn zum Abendessen plötzlich kein Brot mehr da ist, muss man nicht unbedingt noch einkaufen gehen. Diese schnellen Joghurtfladen werden ohne Hefe zubereitet und direkt in der Pfanne gebacken. Der Teig ist in wenigen Minuten angerührt, braucht keine lange Gehzeit und bekommt außen feine goldene Stellen.

Das Geheimnis für die weiche Mitte ist der Joghurt. Er macht den Teig geschmeidig und verhindert, dass die Fladen trocken werden. Gleichzeitig sorgt Backpulver für etwas Volumen, sodass sie nicht wie harte Cracker, sondern wie weiche, flexible Fladenbrote auf den Teller kommen.

Die Fladen lassen sich neutral oder würzig zubereiten. Mit etwas Knoblauch und Petersilie passen sie zu Suppe, Salat und Ofengemüse. Wer sie lieber zum Frühstück serviert, kann die Kräuter weglassen und sie mit Frischkäse oder einer süßen Beilage kombinieren.

Grundinformationen

Ergibt: 6 mittelgroße Fladen

Vorbereitungszeit: 10 Minuten

Ruhezeit: 5 Minuten

Backzeit in der Pfanne: etwa 10 Minuten

Schwierigkeitsgrad: sehr einfach

Zutaten

300 g Weizenmehl Type 405 oder Type 550

250 g griechischer Joghurt

1 TL Backpulver

1/2 TL Salz

1 EL Olivenöl

2 EL Wasser, bei Bedarf etwas mehr

1 Knoblauchzehe

2 EL fein gehackte Petersilie oder Schnittlauch

20 g Butter zum Bestreichen

Zubereitung

  1. Mehl, Backpulver und Salz in eine große Schüssel geben und kurz vermischen. Den griechischen Joghurt und das Olivenöl hinzufügen. Alles zunächst mit einem Löffel verrühren, bis grobe Teigstücke entstehen.
  2. Zwei Esslöffel Wasser dazugeben und den Teig mit den Händen zusammenführen. Je nach Joghurt kann ein weiterer halber Esslöffel Wasser nötig sein. Der Teig soll weich und formbar sein, aber nicht an den Fingern kleben. Nicht zu viel Wasser auf einmal einarbeiten.
  3. Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche etwa zwei Minuten sanft kneten. Sobald keine trockenen Mehlstellen mehr zu sehen sind, genügt es. Den Teig zu einer Kugel formen, mit einem sauberen Tuch abdecken und fünf Minuten ruhen lassen.
  4. Inzwischen die Knoblauchzehe fein hacken oder reiben und mit der weichen Butter und den Kräutern vermischen. Wer einen besonders milden Geschmack bevorzugt, kann den Knoblauch weglassen und nur Kräuterbutter verwenden.
  5. Den Teig in sechs möglichst gleich große Stücke teilen. Jedes Stück zu einer Kugel formen und mit den Fingern oder einem Nudelholz zu einem runden Fladen von etwa 14 bis 16 cm Durchmesser ausrollen. Die Fladen sollten nicht hauchdünn sein, sonst trocknen sie in der Pfanne schnell aus.
  6. Eine große beschichtete Pfanne ohne zusätzliches Öl auf mittlere Hitze stellen. Einen Fladen hineinlegen und etwa 60 bis 90 Sekunden backen, bis sich kleine Blasen bilden. Wenden und die zweite Seite ebenfalls 60 bis 90 Sekunden backen. Die Hitze bei Bedarf etwas reduzieren, damit die Oberfläche nicht verbrennt, bevor die Mitte gar ist.
  7. Jeden warmen Fladen sofort dünn mit der Kräuterbutter bestreichen und unter einem sauberen Küchentuch stapeln. Der Dampf hält die Fladen weich und sorgt dafür, dass sie sich später gut rollen oder reißen lassen.

Tipps für eine weiche Konsistenz

Der Teig sollte nur so lange geknetet werden, bis er zusammenhält. Zu langes Kneten entwickelt das Gluten stark und kann die Fladen zäher machen. Auch zu viel Mehl beim Ausrollen wirkt sich ungünstig aus. Eine leicht bemehlte Fläche reicht völlig.

Die Pfanne muss nicht rauchen. Mittlere Hitze ist ideal, weil die Fladen dann außen langsam Farbe bekommen und innen weich bleiben. Wenn sie sehr schnell dunkel werden, ist die Pfanne zu heiß. Wenn nach zwei Minuten noch gar keine Blasen entstehen, kann die Temperatur leicht erhöht werden.

Für mehr Aroma können zusätzlich etwas Kreuzkümmel, getrocknete Kräuter oder eine kleine Prise Paprikapulver in den Teig gegeben werden. Die Grundmischung bleibt dadurch stabil und die Fladen passen weiterhin zu vielen Gerichten.

Servieren und Aufbewahren

Die warmen Joghurtfladen schmecken zu Tomatensuppe, Linsensuppe, Salat, Ofengemüse oder einem einfachen Kräuterquark. Sie können auch halbiert und mit Frischkäse, Gurke und gebratenem Gemüse gefüllt werden.

Frisch gebacken sind sie am weichsten. Reste vollständig abkühlen lassen und in einem verschlossenen Behälter bis zu zwei Tage aufbewahren. Zum Aufwärmen genügt eine trockene Pfanne bei kleiner Hitze oder ein kurzer Aufenthalt im Backofen bei 150 °C. Werden sie zu lange erhitzt, verlieren sie ihre weiche Konsistenz.

 

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